​„Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin!“ - Performance des Berliner Multi-Media Künstlers Frédéric Krauke

​„Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin!“ - Performance des Berliner Multi-Media Künstlers Frédéric Krauke

​„Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin!“ - Performance des Berliner Multi-Media Künstlers Frédéric Krauke

# Gemeinde

​„Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin!“ - Performance des Berliner Multi-Media Künstlers Frédéric Krauke

Freitag. 8. Mai |Beginn 14:00 Uhr |Diskussion: 18:00 Uhr

Am 8. Mai 2026, dem Tag der Befreiung, findet in der St.-Thomas-Kirche ab 14:00 Uhr die performative Inszenierung „ruhe(n)“ des Berliner Multi-Media Künstlers Frédéric Krauke in Zusammenarbeit mit dem Anti-Kriegs-Museum statt.

In der Performance wird die Geschichte eines Soldaten, eines Heimkehrers und Zurückkehrers erzählt. Er ruht auf einem Feldbett im Chor der Kirche und wird zur Waffe gerufen, doch er rührt sich nicht. Eine zurückhaltende Klang-Collage aus Meeresrauschen und Wind, einem  Hühnerstall und dem Läuten diverser Glocken mischen sich mit Geräuschen von Drohnen, Helikoptern, Kampfjets, Sirenen und Detonationen sowie abstrakten Klängen. Sie wird getragen von einem sich Mantra-ähnlich wiederholenden Text: der Aufforderung zum Dienst an der Waffe. Dieser  zeitversetzte Weck-Ruf scheint zu verhallen. Der Resonanzraum des Rückzugsortes in der St.-Thomas-Kirche erweist sich als eine  urrealistische Inszenierung einer Utopie aus Artefakten des Vergangenem; Spiegelfragmente, Werkzeuge, Gasmasken, sowie als imaginärer Sehnsuchtsort einer Zukunft zwischen Krieg und Frieden.

Sechs Schaukästen, die sich links und rechts in dem Seitenflügel des Kirchengewölbes befinden, gewähren Einblicke in das Werk, „Krieg dem  Kriege“, einem Meilenstein der Friedensliteratur und der Friedenspädagogik, die 1924 von Ernst Friedrich, dem Begründer des Anti-Kriegs- Museums, erstmals veröffentlicht wurde. Dem Besuch der vierstündigen meditativen Inszenierung mit Abschlusshandlung folgt um 18:00 Uhr die Einladung, an einer moderierten Diskussionsrunde mit geladenen Gästen teilzunehmen, die sich den Zusammenhängen zwischen der konkreten Inszenierung, dem Standort, dem Thema Krieg im Sinne einer anthropologischen Konstante sowie der Relevanz von Kunst für die gesellschaftliche Öffentlichkeit widmet. Die Diskussionsrunde wird moderiert von der Künstlerin und Galeristin, Maria Wirth. 

ruhe(n) wird realisiert durch Eigeninitiative, Ehrenamt und Gemeinnützigkeit. Der Einritt ist frei. Um die Unkosten zu tragen wird um einen Beitrag in Form einer Spende gebeten.

Weitere Informationen:
www.frederic-krauke.com/NEWS/ruhe-n/
Performance „ruhe(n)“

Freitag. 8. Mai
Beginn 14:00 Uhr
Diskussion: 18:00 Uhr

St.-Thomas-Kirche
Mariannenplatz
10997 Berlin-Kreuzberg

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