01/10/2026 0 Kommentare
Kammerchor Berlin "Was wird bloß aus unsern Träumen?"
Kammerchor Berlin "Was wird bloß aus unsern Träumen?"

Vor 85 Jahren, am 15. Januar 1941, wurde Olivier Messiaens Quatuor pour la fin du temps unter außergewöhnlichen Umständen uraufgeführt: im Kriegsgefangenenlager STALAG VIII A bei Görlitz. Mitten im Schrecken des Krieges schuf Messiaen eine Musik zwischen Endzeitvision und Hoffnung, zwischen „Tanz des Zorns“ und der Vision einer Ewigkeit jenseits aller Zeit.
Das Konzert erinnert an dieses Ereignis und verbindet Messiaens Meisterwerk mit zwei weiteren Jubilaren: Hans Koessler, der vor 100 Jahren starb, begegnet in seinen Chorwerken der Bedrohlichkeit der Welt mit Naturbetrachtung und der Sehnsucht nach Trost. Wolf Biermann, der im November seinen 90. Geburtstag feiert, fragt in Ermutigung und Und als wir ans Ufer kamen nach Hoffnung, Heimat und dem Umgang mit scheinbar ausweglosen Zeiten.
So führt das Programm von Krieg und Gefangenschaft über Zweifel und Zerrissenheit zu Trost und Hoffnung. Den Abschluss bildet Josef Rheinbergers Vertonung einer nächtlichen Betrachtung Joseph von Eichendorffs.
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